WELPE WIRD ZUM GROSSEN HUND
Der Große Schweizer Sennenhund ist ein großer Hund, der viel Auslauf braucht, daher unabhängig davon ob er im Haus oder draußen lebt, soll ihm diese Möglichkeit geboten werden. Er ist kein Zwingerhund, weil er sich dort gequält fühlt und die Einsamkeit auf Dauer nicht aushalten kann. Als Hirtenhund hält er gerne unter Kontrolle alles, was um ihn herum geschieht. Zu Hause ist er wachsam – ein ausgezeichneter Wächter, der die gewöhnlichen Töne von den merkwürdigen unterscheiden und rechtzeitig warnen kann. Manchmal versucht er seine Hausbewohner zu behüten und wenn sie zusammen spazieren gehen, versucht er sie in der geschlossenen „Herde“ zu halten. Es ist von großem Vorteil, denn die Hirten nicht zur Flucht und Landstreicherei neigen. Bei den Hunden dieser Rasse verläuft der Sauberkeitstraining relativ schnell. Obwohl sie die allgemeinen Regeln und Kommandos langsamer als z.B. Deutscher Schäferhund erlernen, ihr Gedächtnis ist sehr gut, sobald wir nicht vergessen, was wir von ihnen verlangen sollen. Außerdem ist das ein großes Kuscheltier, der aus dieser Rolle nie herauswachst.
Jetzt weißt du schon etwas über diese schönen Tiere und hast entschieden, gerade diesen Hund zu kaufen. Du musst dir zuerst einige wichtige Fragen stellen:
 
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Die Hündinnen sind kleiner, zwei mal im Jahr haaren sie und durchschnittlich auch zwei mal im Jahr sind sie läufig (die erste Läufigkeit kann noch vor der Vollendung des ersten Lebensjahres eintreten). Der Besitzer einer Hündin denkt in der Regel an die Zucht, er muss also über Zuchtbedingungen und Wissen über Welpenhaltung und seine Hündin über die Zuchtzulassung verfügen. Er muss auch in Betracht ziehen, dass eine läufige Hündin sehr schwer zu bewahren ist, besonders wenn sie im Garten allein gelassen wird. Die Läufigkeit dauert drei Wochen. In dieser Zeit versammeln sich vor dem Haus die zahlreichen Verehrer und der Spaziergang kann lästig sein, besonders in der zweiten Phase der Läufigkeit. Gerade dann kann unsere bisher gehorsame Hündin auf unsere Rufe „taub” werden. Der Besitzer von einem Rassenhund darf das zufällige Decken nicht zulassen. Auch wenn zuerst ein Deckrüde und erst dann zufällig der Nachbarhund die Hündin gedeckt haben, können wir unangenehm überrascht werden.
Die Hunde sind größer, robuster, und neigen häufiger zur Dominanz. Wenn dir die Hundepsyche nicht fremd ist und kannst dem Tier seinen Platz in der Hierarchie unseres Mensch-Hund Rudels zeigen, wirst du dich über einen gehorsamen Hund freuen können. Sehr empfehlenswert ist die Teilnahme am professionell geführten Gehorsamkeitstraining. Es ist zwar für diese Rasse laut der polnischen Zuchtordnung nicht erforderlich, aber angesichts der Stärke von Schweizer Sennenhunden soll man es in Betracht ziehen. Wenn dein Hund ein Deckrüde sein soll, steht dir das Schicksal des Ausstellers bevor. Es kann sich jedoch herausstellen, dass du ein neues Hobby entdeckst - auf den Hundeausstellungen herrscht nämlich eine einzigartige Atmosphäre.
 
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Schweizer Sennenhund ist ein kräftiges Tier. In der Vergangenheit hat er die Milchkarren gezogen, heute kommt er gerne zu ähnlichen Tätigkeiten zurück und lässt sich problemlos das Ziehen von Wagen oder Schlitten beibringen, was den Kindern eine unheimliche Freude bereitet. Er kann mit großer Kraft den Wagen ziehen, was allerdings zur Last fallen kann, falls frühzeitig nicht unter Kontrolle gebracht. Dieser Hund wird zum treuen Begleiter bei den sportlichen Aktivitäten seines Herrchens, wie zum Beispiel Laufen oder Radfahren. Man soll aber den Gehorsamkeitstraining nicht vergessen, denn wie im Falle von anderen Hirtenhunden wird der Schweizer dazu neigen, allen Läufern und Radfahrern nachzujagen, wobei er sein Herrchen vom Fahrrad stürzt. Er kann auch die Lust empfinden den Fahrern an den Fersen oder an Rädern zu beißen. Es bedarf keiner Erklärung, wie er in solchen Situationen, als erwachsener Hund von anderen Leuten und vor allem von Muttern der ewig laufenden Kinder empfunden wird. In der Wachstumszeit dürfen die Welpen nicht übermäßig belastet werden, weil es zu Verletzungen im Bewegungssystem führen kann. Der Große Schweizer Sennenhund liebt seine Familie über Alles – in sein großes Herz passt nicht nur das Herrchen, sondern die ganze Familie hinein. In den früheren Zeiten haben die Bauern dermaßen ihre sanfte Art und Hingabe geschätzt, dass sie ihre Kinder in der Obhut der Hunde ließen. Die Züchter wundert nicht mehr die Tatsache, dass die Hündinnen dieser Rasse die Hausbewohner und sogar fremde Kindern zu den neugeborenen Welpen zulassen und allen menschlichen Familienmitgliedern mit großer Zuversicht entgegen kommen. Wir sollen jedoch nicht vergessen, dass ein Kind nicht im Stande ist, einen heranwachsenden Hund zu beherrschen, daher wäre es sinnvoll es von dieser Verantwortung zu befreien. Auf der Straße oder im Park kann es zu mehreren unvoraussehbaren Umständen kommen – manchmal reicht eine weglaufende Katze, oder ein anderer aggressiver Hund – die zum Unglück führen werden. Von großer Bedeutung ist hier die Bestimmung der Rangordnung zu Hause. Der Hund muss immer den letzten Platz annehmen, es sei denn wir haben noch andere Tiere. Sonst wird er alle Befehle der Kinder missachten. Um ihren Platz im Menschen-Rudel kämpfen vor allem ausgewachsene Hunde, wobei sie den Eindruck machen, alles was sie als Welpen erlernt haben, plötzlich vergessen zu haben.
 
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Der Große Schweizer Sennenhund arbeitet sehr gern und sehr zutreffend ist hier die alte Redensart „ein beschäftigter Hund ist ein glücklicher Hund“. Die ihm von Menschen gestellten Aufgaben erfüllt er gern wobei ein gutes Wort und Zärtlichkeiten ausreichende Belohnung für ihn sind. Dank starker Schultern, Gliedern und Brust können diese Hunde unermüdet arbeiten. Früher dienten sie als Viehhüter und ihre Hirten-Instinkte gingen bis heute nicht verloren. Nach geeignetem Training können sie auch heute in solchen Funktionen eingesetzt werden. Wir unterscheiden zwei Arten der Hirtenhunde – die, die selbständig die Tiere bewachen sollen und die Treibhunde, die sich näher am Menschen befinden, die Herde treiben, jedoch keinen Killerinstinkt aufweisen. Sie sind relativ sanft und unbekümmert, jedoch so pflichtbewusst um auf ihrem Platz zu bleiben und die Herde zu bewachen. Ursprünglich war der Große Schweizer Sennenhund ein Arbeitshund, deshalb soll man nicht außer Acht lassen, dass er schärfere Zähne als zum Beispiel Labrador oder andere Jagdhunde hat. Man soll ihm speziell bearbeitete Knochen geben, so hart, dass er an ihnen längere Beschäftigung findet.
Die Großen Schweizer Sennenhunde reagieren anders als die meisten Haushunde auf die Fremden. Sie kommen zu ihnen nicht mit wedelndem Schwanz, sondern bleiben in einer gewissen Entfernung stehen und bellen den Eindringling mit ihrer tiefen Stimme an. Es ist jedoch keine Aggressivität, die sie zeigen könnten, falls sie wie Kampfhunde geschult würden. Dazu sind sie allerdings kaum geeignet, weil es nur ihren wahren Charakter zerstören würde. Manchmal kommen sie näher und bei dem Streichelversuch laufen sie weg, um sich bald wieder zu nähern. Dieses Verhalten soll nicht als Anzeichen der Angst verstanden werden; es ist die Neugier, verbunden mit Wachsamkeit und sorgfältig ausgewogener Vorsicht. Die Schweizer Sennenhunde lieben die Bewegung, brauchen viel Auslauf, und da sie ein bisschen schwerfällig sind, kann sie ein Spiel mit Labrador oder z.B. mit Rhodesian Ridgeback ziemlich ermüden. In der Regel verstehen sie sich aber mit den Vertretern ihrer Gattung und die frühe Sozialisierung dieser Hunde ist nur aus diesem Grund erforderlich, damit sie einschätzen können, wer überhaupt spielen wird und wer dazu im Moment gar keine Lust hat. Nach dem Spielen kommen sie total erschöpft und nass gesabbert zurück, allerdings sind sie nicht selbst daran Schuld, was von ihren Besitzern hochgeschätzt wird. Diese Hunde sabbern nicht, und wenn, dann ist dieser Speichelfluss, gemäß dem Pawlow-Reflex, die Folge der angekündigten Fütterung. Diese wichtige Tatsache ist mit dem anatomischen Bau von den sog. Lefzen verbunden, die bei dieser Rasse wenig ausgebildet und anliegend sind.
Die Vorbereitung des Großen Schweizer Sennenhundes für eine Ausstellung verlangt keinen großen Aufwand. Da das Haar kurz ist, bedarf es nur wenig Pflege - ein paar mal pro Woche soll das Fell ausgebürstet werden. Außerdem soll man die Zahnpflege nicht außer Acht lassen, gute Kondition bewahren (Mangelernährung oder Verfettung vermeiden, ausreichende Bewegung ermöglichen), dann heißt es nur gleichmäßiges Traben trainieren und so können sie schon in den Ring gehen. Es könnte ganz angenehm sein - vorausgesetzt nicht nur für Dich sondern auch für Deinen Hund.
 
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ERNÄHRUNG
Die Schweizer Sennenhunde sind große Nascher. Besonders nützlich ist es während der Schulung, denn für Essen würden sie fast alles tun. Dennoch wie die anderen großen Hunde haben sie einen empfindlichen Magen. Sie sollen 2 bis 3 mal täglich gefüttert werden, um das Verdauungssystem nicht zu überlasten. Eine Stunde vor und nach dem Füttern dürfen die Hunde nicht laufen, weil es zur Magenumdrehung führen könnte. Die Hundenahrung soll von guter Qualität sein. Die Zeiten, als die Hunde selbst um ihr Futter sorgen mussten und sich mit irgendwas begnügt haben, sind längst vorbei. Mit der Entwicklung der Zivilisation kamen auch die durch falsche Ernährung verursachten Krankheiten. Die Qualität der Nahrung lässt sich sofort am Hundefell erkennen. Es soll glänzen. Übermäßiges Kratzen, beim Ausschluss von Parasitenbefall (Flöhe, Zecken), stellenweise gerötete Haut, und sogar Beißen eigener Pfoten können ein Signal dafür sein, dass der Hund irgendwelche Bestandteile der Nahrung nicht verträgt. Unter den Hunden gibt es auch Allergiker. In der fertigen Nahrung kann es Inhaltsstoffe geben, auf die unser Hund allergisch reagiert, wie z.B. Konservierungsstoffe, oder für den Organismus unverträgliche Fleischzutaten. Das fertige Hundefutter für Welpen beinhaltet meistens verarbeitetes Geflügelfleisch, manchmal geht es also nicht um den Hersteller, den man ändern soll, sondern um die Fleischsorte, die ersetzt werden sollte z.B. mit dem Lammfleisch. Es soll stufenweise erfolgen, indem wir zu dem alten Futter kleine Portionen von neuer Futtersorte zugeben, und schrittweise das Mengenverhältnis ändern. Ein plötzlicher Übergang zur anderen Nahrung könnte eine heftige Reaktion hervorrufen wie z.B. Durchfall, was irrtümlicherweise für allergische Reaktion auf neues Futter gehalten werden könnte. Das erhältliche fertige Hundefutter ist abwechslungsreich und auf Alter spezialisiert, wer jedoch das Welpenfutter für den Hund großer Rasse mit Geflügelallergie finden will, der wird auf große Probleme stoßen. Nach Absprache mit dem Tierarzt kann der Welpe mit dem Futter für andere Hundegruppen ernährt werden, man soll aber die Tagesrationen ändern und die Nahrung um erforderliche Mineralstoffe und Vitamine ergänzen.
 
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GESUNDHEIT
Jeder will einen gesunden Hund haben und seine Gesellschaft jahrelang genießen. Da wir eine große Rasse gewählt haben, ist es uns vom Anfang an bekannt, dass ihre Lebensdauer kurz ist und ungefähr 10 Jahre beträgt. Allerdings ist es nur ein Durchschnittswert, also besondere Fürsorge und Gesundheitspflege können dazu führen, dass unser Hund länger leben wird. Länger leben aktive, jedoch nicht ermüdete Hunde, gut ernährte aber nicht überernährte, in hygienischen Bedingungen gehaltenen Hunde, die vor Parasiten und Krankheiten geschützt werden. Hunde, die vom Anfang an durch Prophylaxe geschützt werden, also Impfungen, Entwurmung und Früherkennungsuntersuchungen auf die rassenspezifische genetisch bedingte Krankheiten als auch die, die frühzeitig behandelt werden, sind seltener den Krankheiten, damit verbundenen Komplikationen und dem Leiden ausgesetzt. In Polen sind für diese Rasse die Untersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) nicht erforderlich, jedoch jeder Züchter, der auf sich hält, wird diese Untersuchung durchführen, und ihr Ergebnis in den Stammbaum eintragen. Die HD-Untersuchung erfolgt nach der Vollendung vom 18 Lebensmonat. Der von uns gekaufte Welpe soll bereits zwei Impfungen hinter sich haben, da die Immunität aber noch nicht völlig aufgebaut ist, soll er andere Hunde und die Plätze wo ihre Exkremente aufzufinden sind vermeiden. Nach jeder Impfung, auch nach der Auffrischungsimpfung wird das Immunsystem des Hundes geschwächt, so dass mindestens zwei Wochen lang größere Vorsicht geboten ist. Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass trotz unserer Fürsorge nicht alle gesundheitlichen Probleme vermieden werden. Daher wäre es besser, schon rechtzeitig einen guten Tierarzt zu finden und sich in dieser Frage von glaubwürdigen Züchtern beraten lassen. Möge es so sein, dass unsere einzigen Probleme nur gelegentliche und unwichtige Beschwerden sind, und die Bezeichnungen: Dysplasie, Entropium, Ektropium oder Magenumdrehung nur aus der Literatur bekannte Bezeichnungen bleiben.